Nuela’s Blog

Wie man ‘ne Verbindung zwischen Fantasiebüchern und physischen Experimenten schafft

Verfasst von: 4wings in: Juli 27, 2007

Viele werden sich sicher fragen, was eigentlich Fantasiebücher und Physik gemeinsam haben, und andere einfach denken, dass sowas einfach nicht möglich ist, vor allem wenn man weiß, dass Fantasiebücher eher auf das Nichtreale, das Imaginäre basieren, während Physik eine Wissenschaft ist, die seine Quelle und Kraft in Experimenten und Fakten fundiert.
Hätte mir das auch jemand gesagt, hätte ich mich bewundert. Denn ehrlich gesagt, vor diesem Tag konnte ich nicht ahnen, das So eine nahliegende Beziehung möglich ist. Es wäre aber Zeit, dass ich endlich ins Thema springe, oder ?

Das Buch in Frage ist eigentlich das letzte Band von Harry Potter: Harry Potter and the Deathly Hallows, das seit dem 22. Juli verfügbar ist. Alle wissen, dass es in diesem Buch hauptsächlich um Magie, Zaubersprüche, usw. geht. Das Aufregende an dieser letzten Ausgabe war/ist, dass keiner wusste/weiß, wie sich die Geschichte endet. Darum geht’s hier schon, denn die sog. Hallows, die so tödlich sein sollen, seien (setzt Euch richtig fest Intellektuellen:) „ein Experiment à la Schrödingers Katze„.


Also ganz kurz für die weniger Gelehrten: Dieses Experiment, zwar nicht von allen bekannt, ist sehr berühmt in der Welt der Physik. Ist ja sogar das berühmteste Paradoxon der Quantenmechanik. Aber fragt mich bitte nichts über die Quantenmechanik davon habe ich fast keine Ahnung. Ich habe nur gelesen, dass „Es behandelt die Frage, ob die Quantenmechanik einen klassischen Grenzfall besitzt, in dem sie die Aussagen der klassischen Physik reproduziert. Überlagerungszustände, wie sie uns beim Doppelspaltexperiment begegnet sind, treten in der makroskopischen Physik nicht auf. Um dies zu illustrieren, konstruierte Schrödinger sein Katzenparadoxon.
Einfacher, das beobachtete Objekt sollte sich in einem Überlagerungszustand befinden, wobei es eigentlich mehrere mögliche Zustände gibt. Dann wird der Ortszustand durch die Messgröße „tot“ oder „lebendig“ ersetzt. Wenn man also kurz rückwärts blickt, wissen diejenigen, die das Vergnügen noch nicht hatten, das letzte Harry Potter zu lesen, dass das Spannende an dem Buch ist, dass man nicht weiß, ob Harry endlich stirbt oder nicht. Ihr versteht schnell, was…

Na, habe schon zu viel geplappert. Ebenfalls hat Einer diese ganz coole Zusammensetzung aus Potter und Schrödingers Katze gemacht, und dem ziehe ich mein Hut ab. Ich wäre sonst nie drauf gekommen.

Ein Grund mehr das Buch zu kaufen ? Und würden sich jetzt sogar die skeptisch’sten Wissenschaftler ein wenig von der Güte der Fantasie (hört sich Magie) bezaubern streicheln überzeugen lassen ?..


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